Offline-Karten laden nicht mehr runter? Der Speicherort-Trick, den kaum jemand kennt

Wer viel unterwegs ist und sich auf Google Maps verlässt, kennt vermutlich dieses Ärgernis: Man lädt brav Offline-Karten herunter – und plötzlich sind sie verschwunden oder der Download bricht immer wieder ab. Gerade im Ausland ohne mobiles Internet oder in Gegenden mit schlechtem Empfang kann das richtig nerven. Die gute Nachricht: Meistens lässt sich das Problem mit ein paar gezielten Handgriffen lösen.

Warum verschwinden Offline-Karten überhaupt?

Bevor wir uns den Lösungen widmen, lohnt ein Blick darauf, was hier eigentlich schiefläuft. Google Maps speichert Offline-Karten in einem speziellen Bereich, der mit eurem Google-Konto verknüpft ist. Wenn die Synchronisation zwischen App, Speicher und Google-Servern aus dem Takt gerät, entstehen genau diese nervigen Probleme. Hinzu kommt: Offline-Karten bleiben nicht unbegrenzt auf dem Gerät. Google aktualisiert Kartenmaterial ständig, und die App versucht, heruntergeladene Karten regelmäßig zu erneuern – sofern eine Internetverbindung verfügbar ist. Das führt manchmal zu unerwarteten Überraschungen, wenn die Karten plötzlich verschwinden.

Der Speicherort macht den Unterschied

Einer der häufigsten Übeltäter ist tatsächlich der Speicherort selbst. Viele Android-Nutzer haben Google Maps so eingestellt, dass Offline-Karten auf der SD-Karte gespeichert werden. Das spart zwar internen Speicher, kann aber zu massiven Problemen führen. SD-Karten sind anfälliger für Lesefehler als der interne Speicher. Wenn die Karte beschädigt ist, nicht richtig eingesteckt wurde oder einfach zu langsam arbeitet, kann Google Maps die Offline-Karten nicht korrekt laden oder speichern.

Der bewährte Weg: Wechselt den Speicherort zurück auf den internen Speicher. Öffnet dazu Google Maps, tippt auf euer Profilbild oben rechts und wählt Offlinekarten aus. Dort findet ihr oben rechts das Zahnrad-Symbol für die Einstellungen. Unter Speichereinstellungen könnt ihr zwischen internem Speicher und SD-Karte wählen. Nach der Umstellung müsst ihr die Karten allerdings neu herunterladen.

Cache und Daten aufräumen – aber richtig

Der App-Cache ist wie ein überfüllter Schreibtisch: Irgendwann findet man nichts mehr. Google Maps sammelt im Laufe der Zeit jede Menge temporäre Dateien an, die sich mit den Offline-Karten in die Quere kommen können. Hier solltet ihr allerdings differenziert vorgehen: Das Löschen des Caches ist unproblematisch und oft hilfreich. Bei Android findet ihr diese Option unter Einstellungen, dann Apps, dann Google Maps, dann Speicher und schließlich Cache leeren. Das beseitigt nur temporäre Dateien, eure Offline-Karten bleiben theoretisch erhalten.

Das Löschen der App-Daten ist die Hardcore-Variante. Dabei wird Google Maps komplett zurückgesetzt – inklusive aller Offline-Karten, gespeicherten Orte und Einstellungen. Das sollte wirklich nur der letzte Ausweg sein, kann aber hartnäckige Probleme lösen.

Synchronisationsprobleme mit dem Google-Konto

Ein unterschätztes Problem liegt oft in der Synchronisation mit eurem Google-Konto. Wenn hier etwas klemmt, kann Google Maps keine Offline-Karten verwalten oder diese werden nicht korrekt gespeichert. Geht in die Systemeinstellungen eures Smartphones zu Konten oder Nutzer und Konten. Wählt euer Google-Konto aus und schaut nach, ob die Synchronisation für alle Google-Dienste aktiv ist. Manchmal hilft es, die Synchronisation kurz zu deaktivieren, das Gerät neu zu starten und sie dann wieder einzuschalten.

Ausreichend Speicherplatz ist Pflicht

Offline-Karten können richtig groß werden. Eine detaillierte Karte einer Großstadt mit Umgebung knackt schnell die 500-MB-Marke, ganze Regionen können mehrere Gigabyte beanspruchen. Wenn euer Speicher fast voll ist, bricht der Download ab oder die Karten werden gar nicht erst angezeigt. Prüft unter den Speicher-Einstellungen eures Geräts, wie viel Platz noch verfügbar ist. Als Faustregel gilt: Es sollten mindestens 20 Prozent des Gesamtspeichers frei sein, damit Apps reibungslos funktionieren. Falls nötig, räumt alte Fotos, Videos oder nicht genutzte Apps auf.

Die App-Version kann schuld sein

Manchmal liegt das Problem nicht an euren Einstellungen, sondern an Google Maps selbst. Nach Updates können Bugs auftreten, die genau solche Probleme verursachen. Aber auch eine veraltete Version kann Schwierigkeiten machen. Schaut im Play Store oder App Store bei iOS, ob ein Update für Google Maps verfügbar ist. Wenn ihr erst kürzlich aktualisiert habt und die Probleme danach begannen, könnte ein Downgrade helfen. Dafür müsst ihr unter Android die App deinstallieren und eine ältere APK-Version aus einer vertrauenswürdigen Quelle installieren. Bei iOS ist das leider nicht so einfach möglich – hier hilft nur Abwarten auf das nächste Update.

Netzwerkprobleme beim Download

Der Download von Offline-Karten benötigt eine stabile Internetverbindung. Wenn ihr im mobilen Netz unterwegs seid, kann eine schwankende Verbindung den Download abbrechen lassen. Google Maps versucht zwar, unterbrochene Downloads fortzusetzen, aber das klappt nicht immer zuverlässig. Nutzt für größere Kartenbereiche unbedingt WLAN. Mobile Datenverbindungen können nicht nur zu längeren Ladezeiten führen, sondern auch dazu, dass Downloads überhaupt nicht starten oder mittendrin abbrechen. Prüft außerdem, ob ihr in den Google Maps-Einstellungen versehentlich festgelegt habt, dass Downloads nur über WLAN erfolgen dürfen – dann funktioniert es im mobilen Netz gar nicht erst.

Berechtigungen und weitere Lösungen

Google Maps braucht bestimmte Berechtigungen, um richtig zu funktionieren. Besonders wichtig ist der Zugriff auf den Speicher. Wenn diese Berechtigung fehlt oder eingeschränkt ist, kann die App keine Offline-Karten speichern. Unter Android findet ihr die Berechtigungen unter Einstellungen, dann Apps, dann Google Maps, dann Berechtigungen. Achtet darauf, dass mindestens der Speicher-Zugriff erlaubt ist. Bei neueren Android-Versionen gibt es auch die Option Dateien und Medien – auch die sollte aktiviert sein.

Wenn alle Stricke reißen, bleibt die komplette Neuinstallation. Deinstalliert Google Maps vollständig, startet das Gerät neu und installiert die App frisch aus dem Store. Das beseitigt alle möglichen Fehler in der App-Installation und gibt euch einen sauberen Neustart. Bedenkt aber: Damit gehen auch alle gespeicherten Orte, die Chronik und natürlich alle Offline-Karten verloren. Notiert euch vorher wichtige gespeicherte Orte oder macht Screenshots davon.

Systematisch vorgehen bringt Erfolg

Mit diesen Lösungsansätzen solltet ihr die allermeisten Probleme mit Offline-Karten in Google Maps in den Griff bekommen. Die Ursache liegt in den meisten Fällen entweder am Speicherort, am verfügbaren Speicherplatz oder an Synchronisationsproblemen. Arbeitet euch am besten systematisch durch die Punkte – meistens findet sich die Lösung schneller als gedacht. Beginnt mit den einfachen Schritten wie der Überprüfung des Speicherplatzes und des Speicherorts, bevor ihr zu drastischeren Maßnahmen wie der Neuinstallation greift. Navigation ohne Internetverbindung ist ein echtes Plus von Google Maps, und mit etwas Geduld beim Troubleshooting klappt es auch wieder zuverlässig.

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